So arbeiten wir:
In unserem Kindergarten gibt es zwei Gruppen mit bis zu 25 Kindern jeweils im Alter von 3-6 Jahren.
Die Gruppen nennen sich "Bären-Gruppe" und "Delphin-Gruppe".
Wir arbeiten offen und gruppenübergreifend.
Der Tagesablauf
Die ersten Kinder kommen ab 7.30 Uhr und werden von der Erzieherin, die gerade Frühdienst hat, betreut.
Die anderen Erzieherinnen treten ihren Dienst um 8.00, 9.30 Uhr oder um 10.00 Uhr an.
Nach und nach treffen die anderen Kinder ein und haben nun in dieser Freispielphase die Möglichkeit,
sich ihr Spielmaterial, ihren Spielort und ihre Spielkameraden frei auszuwählen.
Als Spielräume stehen allen Kindern alle Gruppenräume, die Eingangshalle und der Garten mit vielen verschiedenen
Spielangeboten zur Verfügung:
Es gibt zum Beispiel: Puppenhaus, Bauecke, Verkleide-Ecke, Kuschelecke, Reggiotreppe, Lese-Ecke, Duplo-Ecke,
Kugelbahn, Kinder-Büro, Knet-Tisch, Puppenstube, Maltisch, Werkstatt für kreatives Arbeiten, Spieltunnel und vieles mehr.
 
Von Zeit zu Zeit können Spielangebote durch andere ersetzt oder erweitert und somit neue Spielanregungen geschaffen werden.
Immer wieder werden Sie in unserem Kindergarten Dinge entdecken, die landläufig nicht unbedingt zum Spielzeug gerechnet werden.
Mit Sachen, die oftmals aus der Arbeitswelt der Erwachsenen stammen, möchten wir die Phantasie und die Kreativität der Kinder
anregen und fördern.
Außerdem gibt es in den Gruppen verschiedenes Konstruktions- und Beschäftigungsmaterial, über das die Kinder
verfügen können.
Da jedes Spielangebot in unserem Kindergarten nur einmal vorhanden ist, ergibt sich fast von selbst, die von uns angestrebte
Öffnung der Gruppen.
Die Kinder haben so die Möglichkeit, den gesamten Kindergartenbereich als "bespielbar" zu erfahren, sie finden
sich zu immer neuen Gruppierungen zusammen und haben die Gelegenheit soziale Kontakte zu knüpfen.
Dadurch, dass den Kindern in diesen Spielecken zum Teil auch unbeobachtetes Spielen möglich ist,
wird ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstvertrauen wesentlich gestärkt.
Sie lernen auch Verantwortung zu tragen, da ein Spiel ohne Einhaltung der vereinbarten Regeln nicht möglich wäre.
Bis um 9.30 Uhr sollten aus organisatorischen und pädagogischen Gründen alle Kinder im Kindergarten sein,
damit sie genügend Zeit zum "Freispiel" haben.
Gegen 11.00 Uhr versammeln sich die einzelnen Gruppen zum "Morgenkreis" und begrüßen sich,
singen, beten, spielen und reden.
Beim Morgenkreis sollen sich die Kinder mit andern Mitgliedern ihrer Gruppe treffen, es sollen soziale Kontakte geknüpft
und gepflegt und das Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert werden. Außerdem können die Kinder bei dieser
Gelegenheit ihre Wünsche, Anregungen, und ihre Kritik zu Gehör bringen. Es werden oft Dinge besprochen, die einem
einzelnen oder mehreren Kindern am Herzen liegen. Das Resultat dieser intensiven Gespräche ist die Planung unserer Arbeit
mit den Kindern.
Von 7.30 Uhr bis ca. 11.00 Uhr haben die Kinder Gelegenheit in einer der Gruppen am Vespertisch ihr mitgebrachtes Vesper zu
verzehren. Kinder, die schon ganz früh in den Kindergarten kommen, haben so auch die Gelegenheit, mehrere Male zu essen.
Zum Trinken gibt es den ganzen Tag über Tee und Tafelwasser.
Während der Freispielzeit haben die Kinder (bei jedem Wetter) die Möglichkeit im Garten zu spielen,
darüber hinaus hält sich die ganze Gruppe täglich ebenfalls einige Zeit im Freien auf, im Sommer kann der ganze
Tag dort verbracht werden.
Es ist daher sinnvoll, wenn die Kinder Gummistiefel, Regenjacke und Kleider zum Wechseln im Kindergarten haben.
Im Winter ist es unbedingt notwendig, ständig einen Schneeanzug und warme Stiefel zur Verfügung zu haben.
Von 11.45 Uhr bis 12.15 Uhr werden die ersten Kinder
(die die Regelzeit nutzen) von ihren Eltern abgeholt. Ein Kind aus jeder Gruppe
wartet als „Späher“ in der Eingangshalle und meldet in der Gruppe welches Kind
abgeholt wird. Die Kinder ziehen sich dann mit ihren Eltern an und verlassen
den Kindergarten. Auf diese Weise ist der Kontakt zwischen Eltern und
Erzieherinnen gewährleistet. Außerdem können sie so regelmäßig ihre
Elternbriefe und anderen wichtigen Informationen aus den Elternpostfächern
mitnehmen, die sich oberhalb der Kindergarderoben befinden.
Die Kinder, die um 12.30 Uhr abgeholt werden oder zum
Mittagessen (bis 13.30 Uhr) bleiben, treffen sich in einem der Grupperäume, wo
sie gemeinsam spielen können.
Das Mittagessen wird gegen 13.00 Uhr im "Spatzenzimmer" eingenommen, wo auch die Kinderküche untergebracht ist.
Das Mittagessen wird täglich frisch von uns zubereitet und schmeckt den Kindern und den Erzieherinnen. Bei der Aufstellung
des Speiseplans sind die Kinder genauso beteiligt wie beim Kochen selbst.
Wenn die "Mittagessen-Kinder" um 13.30 Uhr die Einrichtung verlassen, treffen die ersten Kinder schon wieder
für den Nachmittagskindergarten ein.
Am Nachmittag ist vorwiegend Freispiel eingeplant, den Abschluss bildet in der Regel ein gemeinsamer Schlusskreis mit einem Lied,
einer Geschichte oder einem Kreisspiel.
Wenn an den Nachmittagen die Kinderzahl etwas kleiner ist, ist eine intensivere Beschäftigung der Erzieherinnen mit einzelnen
Kindern möglich. Allerdings sind an den Nachmittagen nur 2 Erzieherinnen und die
Praktikantin/der Praktikant in der Einrichtung, da die
durchgehenden Öffnungszeiten ein Arbeiten im Schichtbetrieb erforderlich machen.
Schulkinderprogramm
Dienstag und Donnerstag steht "Schulkinderstunde" auf unserem Programm. Jede Woche findet hier eine besondere
Aktivität für Kinder statt, die beim nächsten Schuljahrsbeginn eingeschult werden.
Wir planen für diese Aktivitäten zum Beispiel ein: besondere, anspruchsvolle Bilderbücher und Geschichten,
kreative Gestaltungsarbeiten, hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Exkursionen, Meditationen usw.
 
Da wir auch in diesem Kindergartenjahr wieder sehr viele "Schulkinder" haben, sind sie in zwei Gruppen auf Dienstag
und Donnerstag aufgeteilt.
Eine Mitarbeiterin bereitet eine Aktivität vor, die sie dann mit beiden Gruppen durchführt.
Mit diesen Angeboten wollen wir die Vorschulkinder in möglichst vielen Bereichen fördern und ihnen den Eintritt in die
Schule erleichtern.
Wir verfolgen mit dieser Art der Vorschulförderung den Grundsatz:
Das beste Lernen erfolgt durch eindrückliches Erleben, durch Erfahren mit allen Sinnen.
Offene Aktivitäten
Offene Aktivitäten sind planbezogene Angebote (Malen, Basteln, Kochen oder Backen, Werken, ein Spaziergang oder eine Exkursion,
Singen, Musizieren, Bildbetrachtung, Meditation, Tanz, usw.), die von einer Erzieherin durchgeführt werden und bei denen
die Kinder aller Gruppen teilnehmen können. die Teilnahme ist freiwillig und die Kinder können sich nach ihren Interessen
oder Vorlieben daran beteiligen.
Offene Aktivitäten finden während der Freispielzeit statt und werden im Morgenkreis angekündigt und besprochen.
Sie werden unter Umständen öfters wiederholt, wenn das Interesse der Kinder dies erforderlich macht.
 
Waldkindergarten
und Sommerfest
Zwei Wochen lang im Sommer, meistens Ende Juni - Anfang Juli - steht bei schönem Wetter - der Kindergarten leer.
Jeden Morgen treffen sich die Kinder und Erzieherinnen beim Bauhof der Gemeinde und wandern durch das Feld zur Zitterberghütte,
wo sie sich bis zum frühen Nachmittag aufhalten.
Neben der Erkundung des Waldes stehen "Lagerbauen", Wanderungen und ganz viel
Zeit zum freien Spiel auf dem Programm.
Die Möglichkeit, Natur hautnah zu erleben, begeistert die Kinder, weckt neue Kreativität und Phantasie in ihnen, macht sie
ausgeglichen und vermittelt ihnen eine neue Sensibilität.
Die Eltern sind bei diesem Projekt stark mit einbezogen.
Verschiedene Elemente lassen sich nur verwirklichen, weil die Eltern so aktiv mitwirken.
Auch das Sommerfest wäre ohne die rege Beteiligung der Eltern nicht denkbar. Es ist eine der vielen Gelegenheiten
im Kindergartenjahr mit anderen Eltern, Kindern und dem Erzieherteam in Kontakt zu treten und bietet für Groß und Klein
den perfekten Rahmen für ein paar unbeschwerte,schöne Stunden.
Sprachhilfe
Für zweisprachig aufwachsende Kinder findet am Mittwoch und Freitag (jeweils von 9.00-11.00) ein Sprachhilfeprogramm statt.
Unsere Sprachhelferin, Frau Lore Brenner kommt regelmäßig, um mit
diesen Kindern auf spielerische
Weise die deutsche Sprache zu üben.
Wir legen großen Wert darauf, dass diese Kinder dieses Angebot regelmäßig nutzen,
ist es doch in ihrem eigenen Interesse, dass sie die deutsche Sprache so gut wie möglich beherrschen, wenn sie eingeschult
werden.
Unsere Planung
Die Planung unserer Aktivitäten orientiert sich an der Situation und den Bedürfnissen der Kinder.
Diese erfahren wir beim Beobachten der Kinder und in intensiven Gesprächen, die wir möglichst täglich mit der Gruppe führen.
Ausgehend von der Situation einzelner Kinder und der ganzen Gruppe setzen wir uns Ziele.
Mit den verschiedenen Aktivitäten, die wir den Kindern anbieten, versuchen wir nun diese Ziele zu erreichen.
Unsere Planungsgespräche (Teamsitzungen) finden in der Regel am Dienstag nach dem Nachmittagskindergarten statt.
Die gemeinsame Planung wird schriftlich festgehalten. Bei jeder Teamsitzung wird Protokoll geführt.
Die einzelnen Aktivitäten, die zu einer Planungseinheit gehören, werden von der Erzieherin, die sie durchführt,
geplant und vorbereitet.
Da zu unserem Team auch Teilzeitkräfte gehören und sich im Umgang mit Kindern ständig neue Situationen ergeben
können, ist es unumgänglich, dass sich die Mitarbeiterinnen täglich besprechen müssen.
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